Ulla Schmidt und die „Dienstwagenaffäre“

 „Wie hätte die Öffentlichkeit wohl reagiert, wenn die Vorbereitungen auf die Abwehrschlacht gegen die Schweinegrippe ins Stocken geraten wären, weil die Gesundheitsministerin im Urlaub nicht in der Lage gewesen wäre, Entscheidungen zu treffen? Man hätte sie in der Luft zerrissen. Statt aber einfach zu erläutern, dass sie in dieser besonderen Lage auch in Spanien eine (nicht mitlesbare) Verbindung zu ihrem Ministerium benötige, wie sie in ihrem Dienstwagen installiert ist, hat Ulla Schmidt erst einmal gewohnt brüsk reagiert (…). Glückliches Land, möchte man ausrufen, das sechs Wochen vor der Wahl des Nationalparlaments kein wichtigeres Thema hat als die Ungeschicklichkeit einer Ministerin! Doch leider ist die Beschäftigung mit Nebenthemen kein Beleg für die Abwesenheit wirklicher Probleme, sondern Zeichen für das Überhandnehmen einer Zuschauerdemokratie, in der die Bürger auf den Rängen sitzen und pfeifen, statt sich selbst in die Politik einzumischen. (…) – Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.08.2009 Seite 1.

John Updike: Die Witwen von Eastwick

  • „Ruchlose Methoden führen zu anfälligen Resultaten.“

  • „Jetzt kommt es auf die inneren Qualitäten an.“ „Mag sein, aber meine inneren Qualitäten sind in zu viel äußerer Masse vergraben. Und es zwickt und zwackt mich überall.“

  • (…) alles wieder wie in den 50er-Jahren, nur dass die Russen als Entschuldigung nicht mehr in Frage kommen. Wie haben sie’s bloß geschafft, fragt man sich, oft genug zu bumsen, um ihre kostbaren Kinder zu produzieren?“

John Updike: Die Witwen von Eastwick, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg. 412 Seiten, 19,90 Euro.

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