„Wie hätte die Öffentlichkeit wohl reagiert, wenn die Vorbereitungen auf die Abwehrschlacht gegen die Schweinegrippe ins Stocken geraten wären, weil die Gesundheitsministerin im Urlaub nicht in der Lage gewesen wäre, Entscheidungen zu treffen? Man hätte sie in der Luft zerrissen. Statt aber einfach zu erläutern, dass sie in dieser besonderen Lage auch in Spanien eine (nicht mitlesbare) Verbindung zu ihrem Ministerium benötige, wie sie in ihrem Dienstwagen installiert ist, hat Ulla Schmidt erst einmal gewohnt brüsk reagiert (…). Glückliches Land, möchte man ausrufen, das sechs Wochen vor der Wahl des Nationalparlaments kein wichtigeres Thema hat als die Ungeschicklichkeit einer Ministerin! Doch leider ist die Beschäftigung mit Nebenthemen kein Beleg für die Abwesenheit wirklicher Probleme, sondern Zeichen für das Überhandnehmen einer Zuschauerdemokratie, in der die Bürger auf den Rängen sitzen und pfeifen, statt sich selbst in die Politik einzumischen. (…) – Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.08.2009 Seite 1.
Kategorie: Zitate
Geschichte der deutschen Sozialdemokratie
„Es ging schon gut los: 1864 ließ sich Ferdinand Lassalle per Duell vom Leben zum Tode befördern, weil er hoffte, seinen Brautvater in spe durch Totschießen freundlich gesinnter zu machen, was misslang.“ – Quelle: Frankfurter Rundschau.
Deutschlands beliebteste Politiker
„Karl-Theodor zu Guttenberg, der kaum ein halbes Jahr amtierende Bundeswirtschaftsminister, ist zum beliebtesten Politiker Deutschlands aufgestiegen, noch vor der sorgsamst ihren Amtsbonus pflegenden, risikoscheuen Kanzlerin, und weit vor dem in alle Volksrichtungen heiratsschwindlerisch grinsenden Seehofer.“ – Quelle: SZ.
Disasters
„There are no disasters, only opportunities. And, indeed, opportunities for fresh disasters.“ – Boris Johnson, Quelle: Wikiquote.
Deutsche Mythen
„Besser Mercedes-Stern als das Eiserne Kreuz“ – so Herfried Münkler im Dradio, Autor des Buches „Die Deutschen und ihre Mythen„.
John Updike: Die Witwen von Eastwick
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„Ruchlose Methoden führen zu anfälligen Resultaten.“
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„Jetzt kommt es auf die inneren Qualitäten an.“ „Mag sein, aber meine inneren Qualitäten sind in zu viel äußerer Masse vergraben. Und es zwickt und zwackt mich überall.“
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(…) alles wieder wie in den 50er-Jahren, nur dass die Russen als Entschuldigung nicht mehr in Frage kommen. Wie haben sie’s bloß geschafft, fragt man sich, oft genug zu bumsen, um ihre kostbaren Kinder zu produzieren?“
John Updike: Die Witwen von Eastwick, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg. 412 Seiten, 19,90 Euro.
Umschrieben
„Es gibt in Ihrer Sprache für das, was Sie da machen, ein schönes Wort, Herr Moers. Es hat damit zu tun, sich aus niederen Beweggründen durch enge Körperöffnungen zu zwängen.“ – Hildegunst von Mythenmetz in der F.A.Z., 04.10.2007, Nr. 230 / Seite 37.
Pessimismus
„Ja, ich bin Pessimist. Aber man muß in dem Maße Pessimist sein, in dem es nötig ist, Dinge schwarz zu malen, damit die Aufgaben dringender und die Möglichkeiten klarer werden.“ – Michel Foucault, Quelle: WDR.
Das Fundament des Friedens
„Von den Völkern zu verlangen, sich gegenseitig zu lieben, ist nichts anderes als eine Kinderei. Von ihnen zu verlangen, sich zu achten, ist keineswegs eine Utopie. Aber um sich zu achten, muss man sich erst einmal kennen lernen. Das ist das echte Fundament des wahren Friedens.“ Baron Charles Freddie Pierre de Coubertin, Quelle: BBS Ahrweiler.
Promotion
„Das Doktor-Werden ist eine Konfirmation des Geistes.“ Georg Christoph Lichtenberg: Sudelbücher. Aus dem Sudelbuch F (1776-1779).
