Kurzmitteilungen aus NYC
Ich hatte heute ein Date mit Miss Liberty. Aber sie sprach nicht viel. Versnobte Französin! *** Deutsche Touristen erkennt man u.a. daran, daß sie hinter einem in der Schlange stehen und ernsthaft darüber diskutieren, wie man das Warteverfahren optimieren könnte. *** Hiermit gebe ich offiziell bekannt, daß ich, trotz andersartiger Gerüchte, momentan noch keine Wohnung in Brooklyn suche. *** Neben einem leichten Sonnenbrand auf der Haut habe ich mir als „Kriegsverletzung“ etwas den Rücken gezerrt. Dagegen half eine Wundersalbe aus der Apotheke. Ich glaube, Lance Armstrong nimmt die auch.*** Statistik: Gezählte Personen mit „I love New York“-T-Shirts: 11, desweiteren zwei Personen mit „I love Paris“ und eine mit „I love Rock ’n‘ Roll.“ *** Fahrscheinkontrolleure sind in New Jersey nicht bestechlich, man kann die Strafe aber runterhandeln. Nein, mich hatte es in der „Bagdad Bahn“ nicht erwischt, ich war nur Zeuge des „Basars“. *** In NYC dürfen Spielzeugwaffen nicht aussehen, wie reale Schußwaffen und umgekehrt. Eine AK47 pink zu lackieren, ist in diesem Bundesstaat also illegal. Schade.
Angekommen
Schon beim Abflug in Hamburg machte mir das freundliche Bodenpersonal wenig Hoffnung darauf, daß ich meinen Anschlußflug in Lodon noch rechtzeitig erreichen würde. Soviel Pessimismus war aber reichlich übertrieben, schließlich war das Boarding erst seit fünf Minuten geschlossen als ich nach mehreren Sprints das passende Gate erreichte. Als Kompensation gab man mir für diese sportliche Leistung in der nächsten Olympiastadt ein Upgrade in die Businessclass und genügend Zeit in den folgenden Stunden sozialwissenschaftliche Studien zu betreiben.
Ich konnte zum Beispiel darüber nachdenken, warum der Deutsche zu „Boarding“ nicht „Einschiffen“ sagt oder ob sich der japanische Modetend Nackenkissen nicht nur im Flugzeug, sondern bereits bei der Sicherheitskontrolle zu tragen auch auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens, wie Discos, Friedhöfe und Büros ausdehnen ließe. Auch beim Motorradfahren könnte man sicher bei dem einen oder anderen Hell’s Angel Entspannungseffekte beobachten.
Der Flug selbst war dann so angenehm, daß der Pilot als Zugabe noch mal 90 Minuten Verspätung oben drauf legte, so daß ich nicht nur genügend Platz, sondern auch andere Anehmlichkeiten, wie eine Schlafmaske und eine Reisezahnbürste bis zum Maximum auskosten durfte.
Der Höhepunkt von Reisetag Nummer 1 war aber der Anflug auf das nächtliche New York. Strahlende Lichter erzeugten bei den Beobachtern Reaktionen wie an Weihnachten; und dies Mitten im August.
Kein U.F.O., London Heathrow
Gescheiteter Karriereplan
Wußten Sie, daß Konrad Adenauer wohl die Richterlaufbahn eingeschlagen hätte, wenn er sein Assessorexamen nicht nur mit der Note „ausreichend“ abgeschlossen hätte? Quelle: Pacher, Maurus: Anekdotenlexikon. 3660 pointierte Kurzgeschichten über 1130 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft, Dortmund 2000, S. 12.
Mächtig gewaltig, Egon!
Wußten Sie, daß die Straße vor dem Kopenhagener Vridsløse-Staatsgefängnis nach der gleichnamigen Filmfigur „Egon Olsens Vej“ (Egon-Olsen-Weg) bennant ist? (Quelle: Wikipedia/Olsenbande Fanclub).
Über Hoffnung
„Die Nacht ist lang, aber der Tag kommt.“ – Sylvanus Olympio anlässlich der Unabhängigkeit von Togo am 27.04.1960, Quelle: DRadio.
Mazedonien
Michael Martens über Griechenlands Strategie durch die Blockierung von Mazedoniens Beitrittsbemühungen zu NATO und EU eine Namensänderung des nördlichen Nachbarn zu erreichen: „Ein in Athen häufig zu hörende offizielle Begründung für diese Haltung lautet, dass Mazedonien sich durch seinen Staatsnamen zu Unrecht auf as Erbe Alexanders des Großen berufe und damit die Geschichte monopolisiere. Das will Griechenland lieber selbst tun.“ Quelle: FAZ vom 16. Juli 2010, S. 10.
Müßiggang
„Müßiggang ist der Feind der Seele.“ – Benedikt von Nursia.
Reisevorbereitungen
Das Oberkommando des großherzoglich mecklenburgischen Expeditionskorps in Nordamerika wäre nicht das Oberkommando des großherzoglich mecklenburgischen Expeditionskorps in Nordamerika, wenn man die anstehende Reise nicht ordentlich geplant hätte.
Und über die Wochen gelangt man doch zu der einen oder anderen Erkenntnis, die vielleicht auch anderen bei der Planung eines USA-Aufenthalts helfen könnte. Daher seien diese hiermit mit der Allgemeinheit geteilt:
