Anlässlich des 10. Jahrestages meiner Website war wieder einmal ein Relaunch fällig. Der dritte, wenn ich mich nicht verzählt habe. Nun ist alles noch ein bißchen besser strukturiert und das erste Mal haben die Besucher die Möglichkeit, einzelne Beiträge zu kommentieren. In den nächsten Tage kann es hier noch zu einigen Veränderungen kommen, denn noch ist die neue Umgebung in ihrer Testphase und es sind auch noch nicht alle Daten migriert. Erledigt!
Österreichisch
Der Untersuchungsgegenstand
„Österreichisches Deutsch (ugs.: Österreichisch) bezeichnet die vorwiegend in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten (Varietäten) der deutschen Sprache („Deutsch“) und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Ansonsten wird in Österreich hauptsächlich ein südbairischer Dialekt gesprochen.
Markante Wörter des österreichischen Deutsch haben sich geschichtlich entwickelt und werden dadurch bedingt seit der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs als Standardvarietät der deutschen Sprache verstanden. (…)“ Quelle: Wikipedia.
Das „Problem“
Im Radio dargelegt für den FM4 Ombudsmann.
Eine Kollektion meiner liebsten „Fremdwörter“
| österreichisch |
„norddeutsch“ |
|
| Beißkorb | – | Maulkorb |
| unterfertigen | – | unterschreiben, unterzeichnen |
| anloben | – | vereidigen |
| Zivildiener | – | Zivildienstleistender |
| Verkühlung | – | Erkältung |
| Zwickeltag | – | Brückentag |
| Klappe | – | Durchwahl |
| dolos | – | arglistig |
| Exekution | – | Pfändung |
| Feber | – | Februar |
| Bim | – | Straßenbahn, Tram |
| Allfälliges | – | Sonstiges (letzter Punkt auf einer Tagesordnung) |
| Besitzstörungsklage | – | siehe Wikipedia |
| Nachzipf | – | Wiederholungsprüfung |
| jausnen | – | eine Zwischenmahlzeit (Jause) einnehmen |
| Bewerb | – | der (sportliche) Wettbewerb |
Und auch die Schweizer lassen sich nicht lumpen
| schweizerisch |
hochdeutsch |
|
| Kontrollschild | – | Nummernschild |
| übersetzte Geschwindigkeit | – | überhöhte Geschwindigkeit |
| Lehrtochter | – | Auszubildene |
Literaturempfehlungen
Parallelen
„Neurobiologisch ist der verliebte Mensch einem Drogenabhängigen verwandter als einem vernunftbegabten Wesen (…).“ – Quelle: SpOn.
Datenmenge
Die Menschheit hat 2008 schätzungsweise 3.892.179.868.480.350.000.000 Bits erzeugt. – Quelle: SpOn.
Link- und Literaturempfehlungen
Linkempfehlungen
Literaturempfehlungen
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Aude, Helmut: Notwendige Erinnerungen in Bildern, Rostock 1996.
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Aude, Helmut: Rostock. Wie es war, wurde und ist, Rostock 1996.
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Aude, Helmut: Zerstörung und Wiederaufbau von Rostock, Rostock 1995
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Aude, Helmut: Das klassische Rostock im Vergleich zur Gegenwart. Vom Weißen Kreuz bis zur Marienkirche, Rostock 1997.
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Aude, Helmut: Das klassische Rostock im Vergleich zur Gegenwart. Vom Neuen Markt bis zur Neptunwerft, Rostock 1998.
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Aude, Helmut: Die Hanse- und Universita¨tsstadt Rostock im historischen Bildvergleich, Rostock 2002.
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Baier, Wolfgang : Rostock und Warnemünde. Ich gehe durch meine Stadt, Rostock 2007.
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Bernitt, Hans: Zur Geschichte der Stadt Rostock, Rostock 2001 [Nachdruck der Erstauflage von 1956].
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Bluhm, Dörte: Rostock – meine Stadt. Vom slawischen Handelsplatz zur Ostseemetropole, Rostock 2005.
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Caspar, Helmut: Schadows Blücherdenkmal in Rostock und Martin Luther in Wittenberg, Berlin 2003.
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Detlefsen, Bernd: Straßen, Plätze, Brunnen und Parks in Rostock, Rostock 2000.
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Eschenburg, Wolfhard (Hrsg.): Das alte Rostock in Photographien von Karl Eschenburg, Rostock 2004.
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Eschenburg, Wolfhard (Hrsg.): Rostock. Erinnerungen an eine alte Hafenstadt, Rostock 1995.
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Hamer, Detlef; Lehmann, Joachim: Rostock – so wie es war, Düsseldorf 1992.
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Jahnke, Karl Heinz: Ernst Heinkel und die Stadt Rostock, Rostock 2002.
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Kleinfeldt, Selma: Rostock. Ein Stadtrundgang unter den Symbolen von Stier und Greif, Rostock 1998.
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Krause, Antje; Eichhorn, Frank: Brunnen und Wasserläufe im Stadtbild von Rostock, Rostock 2006.
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Lau, Gerhard: Denkmale der Hansestadt Rostock, Teil 1: Innerhalb der historischen Stadtgrenzen, Rostock 2001.
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Lau, Gerhard: Denkmale der Hansestadt Rostock, Teil 2: Außerhalb der historischen Stadtgrenzen, Rostock 2001.
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Mohr, Frank; Stentzel, Gregor: Landkarten – Zeitbilder. Rostock und Umgebung im Wandel der Zeit, Bremen 2001.
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Mohr, Frank; Stentzel, Gregor: Rostocker Stadtbilder. Stadtansichten und Stadtpläne aus fünf Jahrhunderten, Rostock 2005.
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Münch, Ernst; Mulsow, Ralf: Das alte Rostock und seine Straßen, Rostock 2006.
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Nath, Ulrich: Aus der Chronik der St.-Marienkirche zur Rostock, Rostock 2007.
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Preuß, Detlev; Seidel, Ulrich; Dallmann, Reiner: Gründerzeiten in Rostock. Am Anfang und Ende des 20.Jahrhundert, Rostock 2004.
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Schlaefer, Kristine; Schröder, Frank: Führer zu Orten jüdischer Geschichte in Rostock, Rostock 2002.
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Schröder, Karsten; Bohl, Hans-Werner: Alt-Rostock – Auf den ersten Blick, Gudensberg-Gleichen 2001.
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Schröder, Karsten; Bohl, Hans-Werner: Rostock – ein verlorenes Stadtbild, Gudensberg-Gleichen 1993.
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Schröder, Karsten; Bohl, Hans-Werner: Rostock – Eine Stadt vor 100 Jahren. Bilder und Bericht, Rostock 1995.
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Sedlmaier, Richard: Rostock, Berlin 1942.
Rostock in Meyers Konversationslexikon von 1888-1890
„Rostock, größte und wichtigste Stadt des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, liegt am linken Ufer der Warnow, die mit einer Minimaltiefe von 4m sich hier sehr erweitert und 12km nördlich bei Warnemünde in die Ostsee mündet, an dem (1888) im Bau begriffenen Kanal R.-Güstrow, im Knotenpunkt der Linie Bützow-R. der Mecklenburgischen Friedrich Franz-Eisenbahn und der Eisenbahnen Wismar-R., R.-Stralsund u. Neustrelitz-Warnemünde, ist an Stelle der alten Festungswerke mit schönen Promenaden umgeben und besteht aus der Alt-, Mittel- und Neustadt u. mehreren Vorstädten. Die Stadt, namentlich die Mittel- und Neustadt, ist regelmäßig und schön gebaut und macht mit ihren stattlichen Kirchen, mit dem belebten Hafen und dem lebendigen Verkehr einen vorteilhaften Eindruck, hat 4 Land- u. 12 Wasserthore u. mehrere stattliche Plätze, worunter der Neue Markt mit Springbrunnen und der Blücherplatz mit einer Statue des hier (in der Blücherstraße) gebornen Feldmarschalls Blücher (seit 1819, von Schadow) sich auszeichnen. Unter den öffentlichen Gebäuden sind hervorzuheben: 5 Kirchen, die Jakobikirche (14. Jahrh.), die Marienkirche (1398-1472), eine der größten und schönsten gotischen Kirchen Norddeutschlands, mit dem Grabstein. des Hugo Grotius (dessen Leiche später nach Delft in Holland geschafft wurde), die Petrikirche mit dem höchsten Turme Mecklenburgs (126m), die Kirche zum Heiligen Kreuz und die Nikolaikirche, letztere beide mit prachtvoll geschützten Altären; ferner: das großherzogliche Palais (1702 erbaut), das gotische Rathaus (14. Jahrh.) mit zierlichen Giebeln, die Hauptwache, das Gebäude des Oberlandesgerichts, die 1867 neuerbaute Universität, das Societätsgebäude, die neue Anatomie, die Frauenklinik und Hebammenschule, die Zollniederlage, das Stadtkrankenhaus, das neue Militärlazarett, das Katharinenstift (Irrenheilanstalt), das Postgebäude und mehrere Schulgebäude. Ein schönes Kriegerdenkmal befindet sich am sogen. Wall. Die Zahl der Einwohner belief sich 1885 mit der Garnison (2 Füsilierbat. Nr. 90) auf 39,356 Seelen, darunter 224 Katholiken und 221 Juden. Die bedeutende Industrie ist vertreten durch Schiff- und Maschinenbau, Zuckerfabrikation, Bierbrauerei und Malzfabrikation, Baumwollmanufakturen, Strohhut-, Tabaks-, Tapeten-, Seifen-, Spielkarten-, Watten-, Schokoladen-, Zichorien-, Farben-, Wagenfett-, Essig-, Chemikalien-, Dachpappen- und Zündwarenfabriken, Wagenbau, Walk-, Öl-, Dampfmahl- und Sägemühlen, Branntweinbrennereien, bedeutende Gerbereien, Steinschleiferei etc. Wichtig ist auch die Fischerei. Der bedeutende Handel macht R. zu einem der ersten Plätze der deutschen Ostseeküste. Unterstützt wird derselbe durch eine Börse, eine Reichsbanknebenstelle und verschiedene zum Teil bedeutende Geldinstitute (Rostocker Bank mit 6 Mill. Mk. Kapital) wie durch die lebhafte Schiffahrt und die oben genannten Eisenbahnverbindungen. 1886 liefen ein: 910 Schiffe zu 112,007 Registertons, es gingen ab: 929 Schiffe zu 119,965 Registertons. Die dortige Reederei zählte 1. Jan. 1886 zusammen 743 Seeschiffe zu 145,473 Registertons, darunter 94 Dampfer (die größte Handel.sflotte der Ostsee). R. besitzt eine eigne Flagge: weiß, das obere innere Viertel gelb mit einem stehen-den schwarzen Greif. Gegenstände der Ausfuhr sind: Getreide u. andre Landesprodukte, als Wolle, Flachs, Fleisch etc., während vorzüglich Kolonial- und Eisen waren, Wein, Steinkohlen, Petroleum, Holz und Heringe eingeführt werden. Auch hat R. jährlich eine Messe und besuchte Woll-, Pferde- und Viehmärkte. Im Januar und Juni jedes Jahrs, im sogen. Antonii- und Johannistermiu, wird der hauptsächlichste Geldverkehr des ganzen Landes in R. vermittelt. Dem Verkehr in der Stadt dient eine Pferdebahn. Unter den Bildungsanstalten steht obenan die 1418 von den Herzögen Johann III. und Albrecht V. von Mecklenburg. in Gemeinschaft mit der Stadt gestiftete Universität, die 1437-43 wegen des vom Baseler Konzil über R. verhängten Interdikts in Greifswald ihren Sitz hatte und 1760 infolge von Mißhelligkeilen zwischen Herzog Friedrich und der Stadt R. nach Bützow verlegt ward. Da indessen die vom Rat angestellten Professoren in R. blieben und ihre Vorlesungen fortsetzten, so bestanden damals thatsächlich zwei mecklenburgische Universitäten, zu R. und zu Bützow, bis 1789 ihre Wiedervereinigung in R. erfolgte; doch gab die Stadt ihr Kompatronat erst 1827 auf. Die Universität hat eine Bibliothek (145,000 Bände), eine Sternwarte, eine landwirtschaftliche Verfuchsstation etc. und zählte im Wintersemester 1888/89: 340. Studierende.„
Wußten Sie über Rostock, …
.. daß hier das erste Düsenflugzeug der Welt gebaut wurde?
Am 27. August 1939 startete der Pilot Erich Warsitz vom Gelände des in Rostock-Marienehe ansäßige Rüstungsbetrieb Heinkel zum weltweit ersten Flug in einem düsenbetriebenen Flugzeug. Die Heinkel He 178. wurde von einem 378 kg schweren Heinkel He S3b-Strahlturbinenmotor angetrieben.
… daß in Rostock deshalb ebenfalls der erste Schleudersitz entwickelt wurde?
Der 1939 von Heinkel in Rostock entwickelte Schleudersitz wurde in den 1940er Jahren erstmal serienmäßig in der He 219 eingesetzt.
… daß man hier den Strandkorb erfand?
Der Rostocker Hofkorbmachermeister Wilhelm Bartelmann erfand im Jahr 1882 den Strandkorb. Damals kam eine alte Dame zu ihm, die gerne am Strand saß, sich aber aufgrund ihres Rheumas vor Wind und Sonne schützen wollte. So bekam Bartelmann den Auftrag einen strandtauglichen Stuhl zu bauen. Obwohl Spötter ihn als „aufrecht gestellter Wäschekorb mit einem quer eingelegten Brett“ bezeichneten, nahm bereits 1883 – so ist in einer damaligen Ausgabe des Allgemeinen Rostocker Anzeiger zu lesen – die erste Strandkorbvermietung ihre Arbeit auf.
… daß sich hier das erste privatfinanzierte Straßenbauprojekt der Bundesrepublik befindet?
„Die ersten Ideen und Planungen für eine Untertunnelung der Warnow nördlich von Rostock reichen bis in die 60er Jahre zurück. Bereits 1974 war die „Warnow-Querung Nord“ als Vorhaben im Generalbebauungsplan der Stadt Rostock erstmalig erschienen. Aber erst eine Gesetzesnovelle von 1994, das Fernstraßenprivatfinanzierungsgesetz, machte es möglich, dass erstmalig in Deutschland eine privatwirtschaftlich errichtete, finanzierte und betriebene Fahrstrecke entstehen konnte.
Am 1. Dezember 1999 erfolgte der erste Spatenstich für das aufwändige und bautechnisch anspruchsvolle Projekt. Rund 220. Mio EUR investierten die Gesellschafter Bouygues Travaux Publics S.A. (F) und Macquarie Infrastructure (AUS) gemeinsam mit einem internationalen Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank, der NordLB, der KfW und der EIB in den Warnowtunnel. Die EU erleichterte durch die Bereitstellung eines ca. achtprozentigen Zuschusses im Rahmen der TEN-Förderung (Trans-European-Network) die Finanzierbarkeit des Projektes.
Der Warnowtunnel besteht aus sechs wasserdichten Betonelementen, die mittels des in Deutschland nicht alltäglichen Einschwimm- und Absenkverfahren im Flussbett der Warnow positioniert wurden. Mit den beiden Portalbauwerken am Eingang und Ausgang erreicht der Tunnel eine Gesamtlänge von 790 Metern.
Am 12. September 2003 wurde der Warnowtunnel feierlich durch den Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe eröffnet. Seitdem wird der Warnowtunnel jeden Tag von tausenden Autofahrern genutzt. Wer durch den Tunnel fährt, spart bequem und sicher Zeit und Kosten.“ – Quelle: http://www.warnowquerung.de/historie.html
Prominente, damals und heute
Admiral Horatio Lord Nelson
Im Jahr 1801 lag Admiral Horatio Lord Nelson – Sieger der Schlachten von St. Vincent (1797), Abukir(1798), Kopenhagen (1801) und Trafalgar (1805) – mit einer aus 31 Segelkriegs- und Versorgungsschiffen bestehenden Flotte vor Rostock-Warnemünde auf Reede. Vom 24. Mai bis 15. Juni 1801 füllten die Engländer ihre Vorräte auf. Sie erwarben dafür z.B. erhebliche Mengen Holz aus der Rostocker Heide zur Reparatur ihrer Schiffe. Der Rat der Stadt Rostock entsandte seinen Gewettspräsidenten und dessen Assessor mit vier Rehböcken als „Präsent“ für den Seehelden Nelson.
Anläßlich des Geburtstags des englischen König George III. verlieh Nelson den berühmten, in Rostock tätigen Orientalisten und Begründer der Universitätsbibliothek und des Münzkabinetts Professor Oluf Gerhard Tychson eine auf den Sieg bei Abukir geprägte Goldmedaille.
Kurz vor dem Auslaufen des Geschwaders stattet dann Herzog Carl II. von Mecklenburg-Strelitz der Flotte einen unangekündigten Besuch ab. Der hohe Besuch, immerhin war der Herzog der jüngere Bruder der englischen Königin und Vater der preußischen Königin Louise, wurde mit einem 21-Schuß-Ehrensalut begrüßt. Oliver Warner schreibt hierzu in seiner Nelsonbiographie von 1958 (Dt. Erstauflage 1965):
„In Rostock erschien der Herzog von Mecklenburg-Strelitz […] an Bord der St.George und brachte nicht weniger als hundert neugierige Begleiter und Begleiterinnen mit. Nelson gelang es, sie schneller loszuwerden, als es die Hofetikette erlaubt hätte, ohne daß ihm ein faux pas unterlief. Außerdem empfing er noch eine ganze Reihe deutscher Abordnungen, deren schmeichelhafte Begrüßungsworte ihn lebhaft an die freundliche Aufnahme erinnerten, die er im Jahr zuvor bei seiner Reise quer durch den Kontinent gefunden hatte.„
Gebbhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstat
Gebbhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt wurde am 16. Dezember 1742 in Rostock geboren und dürfte zu den bekanntesten Söhnen der Hansestadt zählen. Nach kurzem Schulbesuch wurde Blücher 1756 Husar in der schwedischen Armee. Vier Jahre später wurde er von den Preußen gefangengenommen und war alsbald Adjutant des Oberst von Belling und kämpfte fortan im Husaren-Regiment Nr. 8. Später unterstützte er als preußischer Generalfeldmarschall die Steinschen Reformen und forderte kategorisch den nationalen Befreiungskampf. Vor allem durch die Siege über Napoleon 1813 an der Katzbach und bei Leipzig und 1815 bei Waterloo ist Blücher in die Geschichte eingegangen. In Rostock zeugt noch heute das Blücherdenkmal vor dem Hauptgebäude der Universität vom Wirken des „Marschall Vorwärts“. Die überlebensgroße Statue aus sibirischem Kupfer wurde 1819 vom berühmten Bildhauer Johann Gottfried Schadow geschaffen, der sich u. a. auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor verantwortlich zeichnete. Die Inschrift stammt von Johann Wolfgang von Goethe und lautet:
„In Harren und Krieg
In Sturz und Sieg
Bewußt und groß
So riß er uns
Von Feinden los„
Bei einem Besuch seiner Heimatstadt im Jahre 1816 wurde Blücher zum erste Ehrenbürger Rostocks ernannt.
Jan Ullrich
Jan Ullrich wurde am 2. Dezember 1973 in Rostock geboren und ist der erfolgreichste, aktive deutsche Radrennfahrer. Ullrich ist unumstritten der bekannteste Rostocker Sportler und einer der besten Rundfahrtspezialisten und Zeitfahrer der Welt. Bis 1987 trat er für die SG Dynamo Rostock in die Pedale und sammelte bis heute zahlreiche Siege. So gewann er etwa 1997 als erster Deutscher die Tour de France, sechs weitere Podestplazierungen folgten. Außerdem errang er den Gesamtsieg bei der Vuelta a España, mehrere Weltmeistertitel und zwei Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney (Gold im Straßenrennen und Silber im Zeitfahren). Als erster Deutscher hatte er die Führung in der UCI-Radsport-Weltrangliste inne.
Albrecht Kossel
Albrecht Kossel wurde am 16. September 1853 als ältester Sohn des russischen Konsuls Albrecht Kossel und seiner Frau Clara in Rostock geboren. 1872 beginnt er sein Medizinstudium an der neugegründeten Universität von Straßburg und promoviert 1878 an der Universität Rostock. 1883 wird Kossel als Außerordentlichen Professor an die Medizinischen Fakultät der Universität Berlin berufen und wird Direktor des Berliner Institutes für Physiologie. 1895 wechselt er an den Lehrstuhl für Physiologie der Universität Marburg und wird Direktor des Physiologischen Institutes. 1901 wechselt er an die Universität Heidelberg. In der Kurpfalz stirbt Albrecht Kossel am 5. Juli 1927 .
Kossels Arbeitsfeld war die Physiologische Chemie, insbesondere die Chemie von Geweben und Zellen. Albrecht Kossel erhielt 1910 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Der Preis war Anerkennung für seine Beiträge zur Chemie der Zelle, die er durch seine Arbeiten über Proteine einschließlich der Kernsubstanzen geleistet hat. Kossel legte damit ein der Grundlagen für die moderne Genforschung.
Seit dem 9. September 2003 trägt der Platz am Südausgang des Hauptbahnhofs den Namen des Nobelpreisträgers.
Fritz Reuter
Der niederdeutsche Dichter schrieb über die Seestadt:
Albert Einstein
— wird demnächst ergänzt (Stand: 12.02.2005) —
Wilhelm II
— wird demnächst ergänzt (Stand: 12.02.2005) —
Walter Kempowski
Bedeutenster Literat unter den Töchtern und Söhnen der Stadt ist unumstritten Walter Kempowski. Der Schrifsteller Jan Weiler beobachtete:
„Rostock ist eine sehr schöne Stadt. Man kommt gut mit dem Zug dorthin, einem Regionalzug, der von Hamburg aus durch Mecklenburg öttelt […]. Rostock ist also wie gesagt sehr schön, die Lesung lief trotz Erkältung ebenfalls prima. Aber es gibt dort kein Walter-Kempowski-Denkmal. Jedenfalls habe ich keines gesehen. Wenn es tatsächlich keines gibt, finde ich das skandalös. Schließlich hat Walter Kempowski der Stadt Rostock ja auch ein Denkmal errichtet.„
Es gibt in Rostock tatsächlich noch kein Kempowski-Denkmal aus Bronze oder Stein. Aber eines aus Papier: das Kempowski Archiv.
Roger Willemsen
Während seiner Recherchen zu seinem Bestseller „Deutschlandreise“ besuchte Roger Willemsen auch Rostock. Später schreibt er über den Brunnen auf dem Neuen Markt:
„Der soll die vier Elemente darstellen. Furchtbar, […] von dem Ding werden die Leute nur noch deprimierter. Wenn es nach uns ginge, dürfe bloß die Taube auf der Spitze bleiben.“ Willemsen, Roger: Deutschlandreise, Frankfurt a. M., S.19f.
Mein muß kein Ornithologe sein, um auf den ersten Blick zu erkennen, daß es sich bei der Taube um eine Möwe handelt. Leider sind die weiteren Beobachtungen des Autoren ähnlich unpräzise.
Über mich
In Stichpunkten…
- geb. am 05.12.1979 in Rostock
- aufgewachsen zwischen Büchern und Seemannsgarn
- eine Schwester (Jg. 1974, Lehrerin)
- 1986 – 1991 Besuch der 69. POS „Max Pagel“
- 1991 – 1998 Ahorn-Gymnasium, Abitur
- 1998 – 2004 Studium an den Universitäten Rostock und Heidelberg; Erlangung des Akademischen Grades „Magister Artium (Politikwissenschaft und Geschichte)“
- seit 2004 im Bereich der regionalen Strukturförderung der Europäischen Union als Experte für Digitalisierung tätig
- Papa und Ehemann und Katzenservicepersonal
- Autor
Kontakt…
- mail [at] robert-schulz.net
Webprojekte…
Design und Inhalt
„Das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten…“ 2025 entstand aus einer fixen Idee die Jahrezahlquizseite „Wann war es…“ auf der seitdem einige Tausend Quizrunden gespielt wurden.
„Jedes Jahr im November nehmen Schreibende auf der ganzen Welt am National Novel Writing Month teil – dem NaNoWriMo. Ihr Ziel ist ebenso einfach wie herausfordernd: 50.000 Wörter in nur 30 Tagen zu verfassen. Doch leider ist die offizielle Seite von NaNoWriMo, die über 20 Jahre lang Heimat und Dreh- und Angelpunkt für die Community war, nicht mehr verfügbar. Damit ist ein zentraler Treffpunkt verloren gegangen – und mit ihm auch ein Stück der gemeinsamen Tradition. Daher soll mit Schreibmonat.de ein neuer Raum im Netz entstehen, in dem die Freude am Schreiben lebendig bleibt. Eine Seite, die nicht nur Statistik und Wortzahlen zeigt, sondern Geschichten, kleine Siege und große Aha-Momente sichtbar macht.“
Legt Dir das Leben ein paar Steine in den Weg, baue etwas Schönes daraus.
Ein kleiner Podcast über die schönen Dinge im Leben. Sowas hat man heute ja so.
- www.schulz.fm (selten gepflegt)
Meine Familie (väterlicherseits).
- www.ahorngymnasium.de (noch seltener gepflegt)
Mein altes Gymnasium.
- www.vergleichende-politikwissenschaft.de (offline)
Von 2004 bis 2011 befand sich eine Internetseite, die sich an Studienanfänger der Politikwissenschaft wendete. Der Schwerpunkt dieses Projektes lag auf zitierfähige Texte für Studienanfänger, sinnvolle Lernmaterialien und hilfreiche Bibliographien.
Technische Unterstützung
Design
- www.kaplan-rostock.de
- www.weingutklaerenweller.de (ältere Version)
- www.rostocker-politikwissenschaft.de (ältere Version)
- www.green-camp.de (offline)
Die Zerstörung Rostocks im 2. Weltkrieg
Für die Auswahl Rostocks als wichtiges strategisches Ziel des anglo-amerikanischen Bombenkriegs sprachen mehrere Faktoren:
1. Durch die Arado- und die Heinkel-Flugzeugwerke befanden sich gleich zwei kriegswichtige Betriebe in der Stadt.
2. Aufgrund der geographischen Lage Rostocks war die Stadt gut erkennbar und erreichbar. Ein langer Flug über Feindgebiet war nicht nötig.
3, Rostock war ein wichtiger Knotenpunkt des Transitverkehrs nach Dänemark.
4, Die Luftabwehr der Stadt war äußerst gering.
5, Durch den großen Anteil alter Bausubstanz erhoffte man sich große Wirkung von Brandbomben.
So erlebten die Rostocker den ersten Luftangriff auf ihre Stadt bereits am 11. Juni 1940 gegen 01.15h, wonach kurzzeitig die Bahnstrecke zwischen Rostock und Waren unterbrochen wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden. Aber bereits am 3.Juli des selben Jahres gab es beim Angriff auf die Aradowerke und die Kröger-Werft (beide in Warnemünde) die ersten Todesopfer zu beklagen. Vier Menschen kamen ums Leben, 11 wurden verletzt.
Nachdem Lübeck am 28./29. März 1942 erstes Opfer der großen britischen Luftoffensive wurde, folgte bald, nämlich vom 24.-27.April, Rostock. Erstmals kombinierte die RAF (Royal Air Force) Präzisionsabwürfe und Flächenbombardements. Sternenklare Nächte und Wind begünstigte die Angriffe, so daß mehrere hundert Menschen den Tod fanden und gut die Hälfte der Innenstadt zerstört wurden. Ziel der RAF war es „zunächst die Grundlagen [zu] zerstören, auf denen die deutsche Kriegsmaschine beruht: die Wirtschaft, die sie füttert, die Moral, die sie aufrechterhält, der Nachschub, der sie nährt, und die Hoffnung auf den Sieg, die sie inspiriert.“ (Weisung des Britischen Kriegsministeriums an das RAF Bomber Command vom 9.Juli 1941, zitiert nach: Schaar, Torsten: Zur alliierten Luftkriegsstrategie gegen die Stadt Rostock zwischen 1940 und 1944, S. 9. In: Bohl, Hans-Werner/Keipke,Bodo/Schröder,Karsten: Bomben auf Rostock. Krieg und Kriegsende in Berichten, Dokumenten, Erinnerungen und Fotos 1940-1945, Rostock 1995.)
In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1942 flog die RAF einen weiteren Angriff, diesmal auf die Arado-Werke in Warnemünde, wobei die britische Luftwaffe mehr Flugzeuge verlor als während den vier Nächten des April-Bombardements.
Das US-Amerikanische TIME Magazine berichtete am 18. Mai 1942 unter der Überschrift „World Battlefronts: Brightout“: „The R.A.F., making good Churchill’s promise to make „rostockize“ a more sinister verb than „coventrize,“* revisited ruined Rostock, then flew eight miles farther north to Warnemünde, aircraft-manufacturing center and U-boat training base. As the night flyers came in through fog, intense artillery fire greeted them—but no searchlights. Suddenly 50 powerful beams stabbed the darkness. Then more & more, until some cones of light were formed by as many as 40 searchlights, catching and holding bombers at their apex. Simultaneously a great curtain of light was flung out horizontally to dazzle raiders, protect factories and military works. To find their objectives—a huge Arado Flugzeugwerke assembly plant for Messerschmitts and a Heinkel torpedo-plane plant—the R.A.F. was forced to dive through the shimmering light curtain, headlong into terrific anti-aircraft fire. Result: 19 raiders lost, heaviest toll since last November.„
Weitere Angriffe gab es im Oktober 1942 und im April 1943 bevor im Juli 1943 zunächst der Flugplatz Warnemünde/Groß-Klein und am 9. und 11. April 1944 erneut das Stadtgebiet bombardiert wurde. Die letzten Luftangriffe mußten den Rostocker Mitte Februar und im August 1944 erdulden. Die letzten Vernichtungsbombardements des Jahres 1945 blieben den Rostockern erspart.
